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Das Larp Liederbuch

Für gesellige Abende am Lagerfeuer und nervige Bardenlehrlinge bastel ich immer mal nebenbei an einem Liederbuch weiter. Seit drei Jahren. Und endlich hat es einen Lederumschlag bekommen.

Ein Symbol oder Wappen wäre noch gut…

Nichts besonderes, vor allem praktisch. Die meisten meiner Charaktere tragen das rum, also darf es nicht zu auffällig sein.

Im Anschluss noch ein paar meiner Lieblingsseiten:

 

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Nordcon Resümee

Meine Güte bin ich erschöpft. Es ist definitiv viel zu viel los im Moment. Aber die Nordcon war wie immer super. Ich mache da zwar nie etwas (obwohl eigentlich immer sehr schönes Programm angeboten wird), aber freue mich nen Keks über jede Person, die ich da treffe oder neu kennenlerne (wenn ich auch ein paar vermisst habe). Es ist immer gut einmal im Jahr diesen allgemeinen Rollenspielertreff zu haben, wo Leute aus drei Bundesländern hinkommen. Nur schade, dass das Scoprions Inn nicht da war. Kein Apfeltee für mich dieses Jahr. 😦

Einkaufen war ich außerdem, viel mehr als ich eigentlich vorhatte. Mein Hut hat eine neue Feder, und eine vorhandene einen kleinen Trip zum Frisör, spendiert bekommen.

Federchen!
Federchen!

Außerdem habe ich von der Federdame einen wunderschönen Earcuff gekauft. Ich nenne ihn Wilhelm.

Kleine Schätze zum Nutzen, Tragen und Basteln.
Kleine Schätze zum Nutzen, Tragen und Basteln.

Und ansonsten so..? Einen Holzlöffel (Larpbesteck!) und eine kleine Schatztruhe zum basteln habe ich noch gekauft, mir etwas über ein kleines süßes E-Book mit Katze erzählen lassen und vor Ort meine Bücherhandtasche fertig gebaut.

Getestet und für Funktionstüchtig befunden.
Getestet und für Funktionstüchtig befunden.

Für den Trageriemen habe ich so kleine Bilderaufhänger aus dem Baumarkt reingehämmert und mit Schmuckkleber gesichert. Dann nur noch eine hübsche Kordel durchziehen und fertig.

Hier kann man nochmal die Hänger sehen.
Hier kann man nochmal die Hänger sehen.

Gestern habe ich dann noch zur Entspannung einen Armreif zusammen gefädelt. Die Perlen sind einfach toll, da musste ich gar nicht viel mit machen.

Für den Oberarm. Ist ja sehr in Mode im Moment.
Für den Oberarm. Ist ja sehr in Mode im Moment.

So, viele, viele Bilderchen heute. Und alles mal ausnahmsweise rechtzeitig fertig zum Hochladen.

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Bücher sind meine Handtücher

Heute mal wieder ein bisschen Anleitung, als gäbe es nicht genug für die Büchertäschchen im Internet. 😉 Aber alles heute hübsch bebildert.

Man nehme:

  • Ein altes Buch mit hübschen Einband (Guckt bitte nach, dass ihr keine Erstausgabe oder so zerstört, mir würde doch sehr das Herz bluten)
  • Mod Podge
  • Pinsel
  • Buntes Papier
  • Cutter
  • Evt. Verzierungen, Verschluss, Lederreste…

Das Büchlein meiner Wahl, habe ich ja schon letzte Woche vorgestellt. Der erste Schritt nach ein wenig Recherche zum Hintergrund des Werkes, war es die Seiten von Außen zusammen zu kleben. Das hat den Vorteil, das beim schneiden einem nicht die Seiten ständig wegrutschen. Ich habe dafür drei Schichten Mod Podge aufgepinselt und über Nacht trocknen lassen. Achtet darauf, dass der Buchdeckel nicht mitfestklebt.

Joa, am nächsten Tag schön mit Bleistift einen Rand markieren auf der obersten Seite und dann die Seiten mit dem Cutter rausschneiden. Das hat bei mir eine Weile gedauert, aber mein Cutter ist auch ziemlich billig.

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Schon ne kleine Tarnbox.

Die Ränder sind hier noch ziemlich ausgefranst. Ein bisschen nach begradigen kann man, aber der Rest verschwindet zum Glück später unter dem Futter. Auch hier nochmal eine schön großzügige Schicht Mod Podge draufpinseln, dann sollte es sich schon beinhae wie Holz anfühlen und sich nix mehr bewegen.

Für das Futter habe ich mir das kitschigste Papier meiner Sammlung rausgesucht. Viele Bastler im Netz benutzen Stoff, aber irgendwie wollte ich bei Papier bleiben.

Dieses Papier würde ich nie für die Außenseite von irgendwas einsetzen. Also das perfekte Futter.
Dieses Papier würde ich nie für die Außenseite von irgendwas einsetzen. Also das perfekte Futter.

Zum Einsetzen messt die Innenmaße der Box aus, und schneidet ein entsprechendes Stück Papier zurecht.

Ich mag kein Pink.
Ich mag kein Pink.

Das Papier entsprechend falten und wieder mit großzügig Mod Podge einkleben. Danach nochmal über der fertige Futter drüberpinseln, zum versiegeln.

Sieht schon ganz gut aus.
Sieht schon ganz gut aus.

Wenn das alles schön trocken ist, kann man sich noch eine Verschluss überlegen. Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten und Auswahl an Schließen, Bändern, Knöpfe, etc… Könnt ihr ganz kreativ sein.

Ich habe mich für eines meiner Kompass Ornamente entschieden und einen Lederrest und eine Knopf/Knopfloch-Konstruktion gebaut. Das Leder ist mit Schmuckkleber befestigt, der hält alles. 😉 Den Kompass habe ich mit Draht praktische festgenäht. Unbedingt in dem Fall Löcher vorstanzen im Buchdeckel (zum Beispiel mit einer Reißzwecke) und dem Ornament etwas Raum geben. Leder ist dick.

Fertig! Fast...
Fertig! Fast…

Jetzt kann man noch verzieren und natürlich Tragegriffe dran bauen. Habe ich beides noch nicht geschafft…

Und jetzt ab zur Nordcon! WUPP, WUPP!

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Tarntäschchen

So, jetzt hab ich auch wieder was zu zeigen. Nordcon ist in 2 Wochen, Kram muss fertig werden und so… 😉

Ein Aspekt von Steampunk, den ich bisher immer vernachlässigt habe, ist das verwenden von alten Gegenständen und Materialien um ihnen neues Leben zu geben. Eine Bekannte hat, zum Beispiel, ihr viktorianisches Ballkleid aus dem Bezug eines antiken, kaputten Sofas genäht. Das ist ziemlich beeindruckend geworden, aber naja… Ich hab nicht gerade viele antike Möbel zur Hand.^^ Und ich bin auch nicht sicher, ob ich das Herz hätte sie auseinanderzunehmen.

Überall ein bisschen abgenutzt.
Überall ein bisschen abgenutzt.

Ein paar Ideen und Projekte habe ich allerdings schon im Netz gesammelt, die so nach und nach abgearbeitet werden sollen. Und endlich habe ich mich mal an das erste gesetzt. Eine Handtasche aus einem alten Buch.

So ein klein bisschen mulmig war mir bei der ganzen Sache ja schon. Bücher sollten ja gelesen werden und sie in irgendeiner Form unleserlich zu machen, erinnert mich sofort an die brennenden Bücherhaufen in Indiana Jones. Also erstmal recherchieren, was ich hier überhaupt aus dem Bücherschrank an der Uni gezogen habe. Achtung, kleiner Absatz Kulturgeschichte:

Es handelt sich um „Der veruntreuter Himmel“ von Franz Werfel. Amazon kennt den Titel und berichtet gleich, dass Werfels Bücher unter Hitler verbrannt wurden. Aber, zum Glück, ist ihm die Flucht gelungen und er starb an einem Herzleiden in Amerika 1945. Trotzdem, das mulmige Gefühl bleibt wohl.

Die Geschichte selber scheint wenig bemerkenswert zu sein, zumindest fand ich nur eine Literaturkritik online. Allerdings gab es 1985 eine Verfilmung. Erstmals herausgegeben wurde das Buch 1939, meine Ausgabe ist allerdings von 1965, also auch keine Erstausgabe.

Ansonsten ist das Buch relativ heruntergekommen. Die ersten Seiten sind voller Schulbücherei Stempel, der Einband relativ schmutzig und mit den Überbleibsel eines Stickers dekoriert. Es würde wohl wirklich im Müll landen, hätte ich es nicht eingesteckt. Ich kann wohl damit leben Seiten herauszunehmen und zusammen zu kleben. Außerdem mag ich sowohl die Tatsache, dass es heruntergekommen ist, als auch das es wenig Aussagekräftig auf der ersten Blick scheint. Ein fetter, in Leder gebundener Jules Verne oder Edgar Allan Poe wäre irgendwie witzlos.

Ich arbeite mich so nach und nach durch die Schichten.
Ich arbeite mich so nach und nach durch die Schichten.

Fertig werden, wird das ganze wohl erst am Wochenende. Sich durch die Seiten ackern dauert doch ein bisschen länger als gedacht. 😉

 

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Aus der privaten Sammlung ihrer Majestät

Penny: „You look beautiful.“
Amy: „OF COURSE I DO I’M A PRINCESS AND THIS IS MY TIARA!“
The Big Bang Theory, The Shiny Trinket Maneuver
 
In mir kommt doch noch ab und zu das kleine Mädchen durch :)
In mir kommt doch noch ab und zu das kleine Mädchen durch 🙂

Ich hatte im vorigen Post von der Inspiration zu dem Feenkleid geredet, hier ist sie. 😀 Ich hab das Bastelprojekt in einem Buch gesehen und konnte einfach nicht anders. Lustigerweise kommt die Idee aus einem weiteren Steampunkbuch, aber ich hab Kupferherz und Zahnräder weggelassen.

Jema "Emily Ladybird" Hewitt
Jema „Emily Ladybird“ Hewitt

Im Grunde hab ich es nicht so mit Schmuckherstellung, wie man sicher an meinem expertenhaft gewickelten Draht erkennt. 😉 Die Perlen sind hauptsächlich zum Sticken. Aber ich war ja so begeistert von dem Steampunk Teeparty Buch der Dame, da konnte ich mir einen Blick in dieses Weitere nicht verkneifen. Gleich am Anfang, es sind schöne Projekte drin und die Aufmachung ist genauso schön wie beim Ersten, aber an das Teepartybuch kommt es dann doch nicht ran von der Kreativität. Trotzdem habe ich den Kauf bisher nicht bereut.

Flügel1
Einmal Rohbau Flügel und die spannende Folie.

Das eigentlich interessante an dem Projekt waren im Grunde die Feenflügel, welche in die Tiara eingearbeitet sind. Dafür brauchst nämlich ein Material namens Angelina Film (viel Spaß beim googlen, es sei denn ihr wollte wissen wieviele Filme Miss Jolie genau gedreht hat ;)). Hierbei handelt es sich um eine, unter Hitzeeinwirkung schmelzende, schimmernde, halbdurchsichtige Folie. Musste ich im Internet erstmal auftreiben, aber ich war neugierig, was sich damit so anstellen lässt, und ob es eventuell für andere Projekte als Material taugt.

Geklebt und geschnitten.
Geklebt und geschnitten.

Ich sag mal so, einfach zu bearbeiten ist das Ganze nicht. In der Anleitung klebt sie die Folie an den Draht mit weißem Bastelkleber. Ich hab auch ein bisschen geklebt, aber gehalten hat es nur so halb. Zudem benutzt die Dame eine Heißluftpistole, welche ich nicht besitze. Ich hab mir erstmal mit einem Stück Butterbrotpapier, vor ein Bügeleisen gespannt, beholfen und damit die Folie schonmal halbewegs um den Draht herum geschmolzen bekommen. Jedoch verändert sich die Folie unter Hitzeeinstrahlung, schrumpft und wird somit faltenfrei, und durchsichtiger. Also musste das Ganze einmal komplett Hitze ausgesetzt werden, und Bügeleisen draufhalten hat nicht gereicht. Also ab damit übers Teelicht.

Mein zweiter Flügel.
Mein zweiter Flügel.

Liebe Kinder, nicht Zuhause nachmachen, Verbrennungsgefahr! Ne Scherz, mit etwas Vorsicht geht das schon, meine Finger sind alle noch heil. Einfach ist das trotzdem nicht. Die Hitze ist dabei nur recht schwer zu regulieren, und mein erster Flügel bestand nur aus Löchern. Der zweite hier ist ganz ok, aber Löcherfrei hab ich noch keinen geschafft. Passt ins Konzept, war eh geplant, aber leider doch nicht mit Absicht passiert. 😉

Alles in allem finde ich das Material recht spannend, und werde weiter damit experimentieren, habe bisher aber keine weiteren konkreten Anwendungsideen. Vorschläge?